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Für eine nachhaltigere Zukunft für alle ist es essenziell, dass Frauen, Jugendliche und unterrepräsentierte Gruppen einen Platz im Entscheidungsprozess haben – nicht nur als Teilnehmende, die ihre Sichtweisen zum Ausdruck bringen, sondern als aktiv Mitwirkende, als Entscheidungsträger:innen und als Führungskräfte, die diesen Wandel gestalten. Inklusivität ist nicht nur ein ethischer Imperativ, sondern auch eine wichtige Triebkraft für Resilienz, Innovation und nachhaltige Entwicklung in Industrie, Forschung und Politik.
Von Azadeh Badieijaryani
Learnings über Geschlechtergleichstellung und Inklusion aus dem „Implementing Inclusivity Framework“
Auf der 15. Ministerkonferenz für saubere Energie – Clean Energy Ministerial – (CEM15) und dem 9. Mission Innovation Meeting (MI-9) im Oktober 2024 in Foz do Iguaçu, Brasilien, hat die CEM Equality in Energy Transitions Initiative das „Implementing Inclusivity Framework“ als wichtigen Meilenstein präsentiert – ein entscheidender Schritt zur Einbindung von Gendergerechtigkeit, Diversität und Inklusion (GEDI) in die globalen Bemühungen um saubere Energie. Empfohlen wird dieses Framework auch vom MI Inclusivity Catalyst.
Dieses Framework beinhaltet praktische Empfehlungen für die Integration von Gender- und Diversitätsaspekten in die Gestaltung und Planung von Programmen und Veranstaltungen. Es liefert nicht nur wertvolle Einblicke für die CEM- und MI-Gemeinschaften, sondern zeigt auch, dass es einen gemeinsamen Weg geben muss und gibt, um die Inklusion in der globalen Energiewende zu gewährleisten. Die in diesem Dokument dargelegten Empfehlungen können von allen Akteuren im gesamten Sektor der sauberen Energien angewendet werden.
Vier wichtige Schritte in Richtung Inklusion
Das „Implementing Inclusivity Framework“ hebt vier konkrete Schritte hervor, die die Mitglieder der Clean Energy Ministerial und Mission Innovation – sowie nationale und internationale Organisationen – zur Förderung der Inklusion unternehmen können:
- Reflect – Überlegen Sie, wie politische Maßnahmen und Programme einen gerechten und ausgewogenen Übergang zu sauberer Energie fördern können. Ermutigen Sie Teams, Projekte und Führungskräfte, die Auswirkungen von Gender und Diversität zu bewerten.
- Represent – Sorgen Sie für eine vielfältige Beteiligung auf allen Ebenen, von Delegationen und Führungsrollen bis hin zu Expert:innen-Gremien und der Einbeziehung von Jugendlichen. Die Repräsentation sollte über das Geschlecht hinausgehen und auch regionale Vielfalt, interdisziplinäre Perspektiven und marginalisierte Stimmen mit einbeziehen.
- Reinforce – Bestärken Sie das Engagement für Gleichstellung und Inklusion durch die Integration dieser Aspekte in Führungsstrukturen, Projektdesigns, Veranstaltungsplanung und Kommunikationsstrategien. Dazu gehören etwa die Einbettung von GEDI-Grundsätzen in Arbeitspläne, die Auseinandersetzung mit Best Practices, die Förderung von Netzwerken und die Erhöhung der Sichtbarkeit für vielfältige Führungspersönlichkeiten.
- Refine – Etablieren Sie Abläufe, in denen Fortschritte erfasst, Best Practices geteilt und Inklusionsstrategien verbessert werden. Die Organisationen werden ermutigt, Daten zu sammeln, Erfahrungen und Wissen auszutauschen und Erfolge bei der Förderung der Inklusion zu feiern.
Die umfassendere Bedeutung von Inklusion
Obwohl sich das „Implementing Inclusivity Framework“ in erster Linie an die Mitglieder der Ministerkonferenz für saubere Energie und der Mission Innovation richtet, sind seine Grundsätze universell anwendbar, wie etwa auf andere internationale Foren, akademische Einrichtungen, Förderorganisationen, nationale politische Gremien, Unternehmen des Privatsektors, NPOs, community-basierte Organisationen. Ein integrativer Ansatz ist nicht nur vorteilhaft, sondern notwendig, um Forschung, Entwicklung und Innovation weltweit voranzutreiben.
Als ÖGUT bekräftigen wir unser Engagement zur Förderung von Inklusion und Vielfalt, sowohl in unserer nationalen als auch internationalen Arbeit. Mit unserer Expertise in interdisziplinärer Zusammenarbeit integrieren wir diese Prinzipien in unsere Zusammenarbeit mit Partner-Institutionen, Forschung, Stakeholder-Engagements, Schulungen und Kommunikationsbemühungen.
Wenn wir Frauen (nicht nur am internationalen Frauentag) auf der ganzen Welt feiern und fördern, erkennen wir an, welche Fortschritte bei der Umstellung auf saubere Energien bereits erzielt wurden – und sind uns der Arbeit bewusst, die noch vor uns liegt. Im Rahmen unserer Aufgabe, das Sekretariat der CEM-Equality Initiative zu leiten, fühlen wir uns geehrt, dass wir zur Entwicklung des „Implementing Inclusivity Framework“ beitragen konnten. Wir laden unsere Mitglieder, Projektpartner und Kolleg:innen ein, gemeinsam mit uns über die Empfehlungen des „Implementing Inclusivity Framework“ zu reflektieren. Mit gemeinsamer Kraft können wir eine Zukunft aufbauen, in der nachhaltige Innovationen durch die Vielfalt derer vorangetrieben werden, die sie schaffen.
Weiterführende Informationen
- Hier können Sie das „Implementing Inclusivity Framework“ herunterladen
- Wenn Sie in der Forschung und Innovation tätig sind, können Sie von unserer Erfahrung bei der Schaffung eines inklusiven, geschlechtersensiblen Umfelds profitieren, insbesondere in kollaborativen, multidisziplinären Teams. Als weiterführende Info empfehlen wir unseren Blogbeitrag: Förderung von Geschlechtergerechtigkeit und Diversität in Forschung und Innovation
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Bei der ÖGUT setzen wir uns kontinuierlich in unseren Projekten für Geschlechtergerechtigkeit und Diversität ein – insbesondere im Energiesektor. Hier finden Sie unsere aktuellen Projekte dazu. Möchten Sie tiefer eintauchen und suchen einen Projektpartner oder Schulungen zu Geschlechtergerechtigkeit, Diversität und Inklusion? Dann wenden Sie sich bitte per E-Mail an Beatrix.Hausner@oegut.at, Leiterin des Themenbereichs Gender & Diversity der ÖGUT.